15. Dezember 2020

Comic: „Karl der Kleine in der Klimahölle“

Spotlight

0  comments

Dieser Artikel enthält Affiliatelinks/Werbelinks.

Der Klimawandel wird die nächsten Jahrzehnte zu einem der wichtigsten politischen Themen. In dem Comic "Karl der Kleine in der Klimahölle" geht es genau darum.

In diesem Interview mit dem Zeichner Alfred Neuwald findest du bekommst du einen Einblick...


Hallo Alfred, worum geht in deinem Comic "Karl der Kleine in der Klimahölle" ganz kurz zusammen gefasst?

"Karl der Kleine in der Klimahölle" ist schon das fünfte Comic-Buch mit Karl dem Kleinen. Man kann aber alle Bücher unabhängig voneinander lesen.

Im neuesten Band geht es um den Klimawandel und um die Corona-Pandemie.

Für wen ist dein Comic in erster Linie gedacht?

Das Buch soll eine sehr breite Leserschaft ansprechen, von 10-jährigen bis bis altersmäßig nach oben offen. Da die Geschichten immer in Aachen spielen, sind die Comics hier besonders erfolgreich. Mit dem Thema Klimawandel möchte ich aber eine noch größere Leserschaft, auch außerhalb der Kaiserstadt, erreichen.

Was ist das Besondere daran?

In den bisherigen Geschichten ist Karl der Kleine immer in der Zeit zurück gereist und hat in den dortigen Epochen seine Abenteuer erlebt.

In „Karl der Kleine in der Klimahölle“ verschlägt es ihn einige Jahrzehnte in die Zukunft. Dort bekommt er es dann mit den Auswirkungen des Klimawandels zu tun. Als er danach in die heutige Zeit zurückkehrt, wird er auch noch von der Corona-Pandemie überrascht. Der Comic ist damit sehr aktuell.

Wie bist du auf die Idee zu deinem Comic gekommen?

Der Name Karl der Kleine ist natürlich eine Anspielung auf Karl den Großen, der in Aachen, wo er lange Zeit lebte, immer noch omnipräsent ist.

Im Jahr 2014 wurde in Aachen, zum 1200. Todestag Karl des Großen, das Karlsjahr gefeiert. Ich habe die Karl der Kleine-Figur im Vorfeld entwickelt, damit sie in diesem Jahr voll durchstarten konnte. Das hat dann auch sehr gut geklappt. Damals ist Karl der Kleine als Strip in verschiedenen Zeitungen erschienen. Danach gab es dann  albumlange Geschichten, die teilweise auch in Zeitungen vorabgedruckt wurden.

Auf die Idee für das neuste Buch bin ich im Juni 2019 in der Bahn, auf der Rückfahrt vom Comicfestival München, gekommen.

Zeitgleich zum Comicfestival fand in Aachen eine große Fridays for Future-Veranstaltung statt, zu der ich auch gerne gegangen wäre.

Die Idee, dass Karl der Kleine in eine, durch den Klimawandel kaum noch bewohnbare, Zukunft reist, gefiel mir sehr gut, zumal mir das Thema Klimawandel sehr wichtig ist.

Heißt das, du hast die Figur komplett in Eigeninitiative entwickelt und darauf spekuliert, dass im Karlsjahr das Interesse groß sein würde?

Ja, ursprünglich hatte ich Karl den Kleinen als einen kleinen printensüchtigen Jungen für ein Kinderbuch geplant. Da ich zahlreiche Pixi-Bücher geschrieben und gestaltet habe, hatte ich die Idee auch dort beim Verlag vorgeschlagen.

Als dann aber nur nur sehr wenig Resonanz zurück kam, habe ich ihn zu einem Comic-Charakter umentwickelt. Dabei ist aus dem kleinen Jungen ein bärtiger Mann mit Krone und Umhang geworden. Ich habe dann erst einmal 80 Strips mit ihm gezeichnet, bevor ich ihn bei den Zeitungen vorgestellt habe.

Gab es etwas das dich für deinen Comic inspiriert hat?

Schon für die ersten Comic-Strips hatte ich ein Dreiergespann mit den Figuren Karl der Kleine, dem Teufel und dem Wassergott Granus entwickelt.

Die drei funktionieren zusammen sehr gut. Sie schmeissen sich gegenseitig die Bälle zu und machen es mir so sehr einfach, die Geschichten voranzutreiben.

Sowohl der Teufel, wie auch der Wassergott Granus spielen in der Mythologie Aachens eine wichtige Rolle.

Stand dir noch jemand für die Konzeption als Sparringspartner zur Seite?

Nein, die Comics schreibe und zeichne ich alleine. Zwei Geschichten sind in Zusammenarbeit mit dem Aachener Karnevalsverein entstanden. Unsere Vorstellungen gingen aber zu weit auseinander, weshalb ich die Geschichten wieder komplett alleine mache. Sie erscheinen jetzt auch in meinem extra hierfür gegründeten Granus Verlag.

Wie lange hast du an dem Comic gearbeitet?

An einem Buch arbeite ich immer ziemlich genau ein Jahr. Ich mache mir da auch selber Druck, damit ich den Zeitplan auch wirklich einhalte. Das heisst, dass ich zumeist auch am Wochenende arbeite. Zum Glück macht mir das aber großen Spaß und es fällt mir daher nicht schwer.

Wie arbeitest du? Mit welchen Materialien oder welchem Arbeitswerkzeug?

Mittlerweile arbeite ich leider komplett digital. Von den erstenSkizzen bis hin zur Kolorierung mache ich alles am Rechner. Dabei arbeite ich mit den Programmen Photoshop und Clip Paint Studio. Digital zu arbeiten ist natürlich eine große Arbeitserleichterung. Ich vermisse aber das Arbeiten mit Farbe und Pinsel aber das ist halt der Preis für die Zeiteinsparung.  Schade ist es auch, dass es so keine Original-Zeichnungen mehr gibt.

Wie lang arbeitest du an einer Seite deines Comics?

An einer Seite arbeite ich ungefähr eine Woche. Ich arbeite immer in Abschnitten von 5 bis 6 Seiten, an denen ich dann parallel schreibe und zeichne. Das hilft mir, den Überblick über die Geschichte zu behalten. Wenn die 5-6 Seiten dann fertig sind, gehe ich an den nächsten Abschnitt.

Was hoffst du, was von deinem Comic bleibt? Hat dein Comic eine Botschaft?

In erster Linie soll "Karl der Kleine in der Klimahölle" ein lustiger Abenteuercomic in frankobelgischem Comic-Stil sein. Mir ist eine gute Lesbarkeit der Geschichte sehr wichtig. Die Leser sollen gut unterhalten werden und ihren Spaß mit dem Comic haben. Wenn dabei auch noch rüberkommt, dass es sich lohnt sich für die Umwelt und das Klima zu engagieren, wäre das natürlich toll. Ich gehe aber mal davon aus, dass das bei den meisten Lesern ohnehin schon so ist. Dass ich Klimawandel-Leugner damit umstimmen kann, ist aber wohl eher unwahrscheinlich.

Was hast du für dich gelernt oder wie bist du weiter gekommen durch die Arbeit an dem Projekt?

Visuell hat sich die Figur Karl der Kleine im Laufe der Jahre schon ziemlich geändert. In den ersten Strips war er wesentlich rauer gezeichnet. Nach und nach wurde er aber auch vom Strich her immer sauberer.

Was machst du sonst hauptsächlich um deinen Lebensunterhalt zu verdienen?

Ich arbeite seit inzwischen 33 Jahren als freiberuflicher Illustrator. Neben den zahlreichen Comics und Kinderbüchern, die ich geschrieben und gezeichnet habe, arbeite ich auch viel für die Werbung.

Comic und Zeichnerinfo:

Der Comic ist im Granus Verlag erschienen und kostet 12,90 €
Hier bestellen: https://amzn.to/37jTZYK

Karl der Kleine - In der Klimahölle
Hardcover, 48 Seiten, farbig, 21 x 18,5 x 1 cm
ISBN: 9783982208305

Die Webseite von Alfred findest du unter: www.alfred-neuwald.de 
Weitere Infos auch auf: www.karlderkleine.de und www.granusverlag.de


Über den Autor

Jonas Kramer

Seit über 10 Jahren arbeite ich als selbständiger Illustrator. Mit dieser Seite will ich helfen, dich als Illustrator*in noch erfolgreicher zu machen und die wichtigsten & interessantesten Infos zusammen tragen.

Auch interessant...

Coronavirus und die Folgen. Was du jetzt tun kannst.

Was verdient ein Illustrator? Stundensatz, Gehälter, Beispiele.

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}
>

So verdienst du mehr, ohne mehr zu arbeiten. Kostenloses Mini E-Book.

5 Wege wie du als Illustrator*in sofort mehr verdienst ohne mehr zu arbeiten. Über 100 Illustrator*innen haben sich bereits eingetragen...